KDUN Weblog

Videowettbewerb: Clip über globale Demokratie unter den Finalisten

26. Mai 2010

Am 15. Mai wurden die Finalisten des diesjährigen internationalen Videowettbewerbs “Democracy Video Challenge” verkündet. Kandidaten aus aller Welt waren aufgerufen, in einem höchstens dreiminütigen Videoclip zu erklären, was sie unter Demokratie verstehen. Wie die Washington Post berichtete, gab es Einsendungen von mehr als 1.600 Personen aus 111 Ländern. Unter den 18 Finalisten aus sechs Weltregionen, die von einer Jury ausgewählt wurden, befindet sich ein Clip von Joel Ben Marsden. Der Clip wirbt für die Idee eines Weltreferendums, bei dem alle Menschen eine gleichberechtigte Stimme haben.

Der Clip basiert auf einem 77-minütigen Dokumentarfilm, der im Juni 2009 in Madrid erstmals vorgestellt wurde. “Die radikale und einfache Idee hinter dem Film stellt die Frage, warum Demokratie nicht auch auf der globalen Ebene ausprobiert wird, wo sie sich doch in so vielen Ländern als Regierungssystem und für die Entwicklung im allgemeinen so erfolgreich bewährt hat”, so Marsden.

Der Videowettbewerb wird zum zweiten Mal vom US-Außenministerium veranstaltet. Zu den zehn Partnern gehören YouTube, NBC Universal, New York University und die Motion Picture Association of America.

Öffentlichkeit bestimmt die Gewinner

Die allgemeine Öffentlichkeit ist nun aufgerufen, unter den Finalisten die Gewinner auszusuchen. Bis zum 15. Juni 2010 kann online abgestimmt werden. Die sieben Gewinner mit den meisten Stimmen werden zu einem Besuch in Washington, D.C., New York und Hollywood eingeladen. Die Reise wird Galaaufführungen der prämierten Videos sowie diverse Zusammenkünfte umfassen, unter anderem mit Filmemachern, Vertretern der US-Film- und Fernsehindustrie sowie mit Demokratieexperten der Zivilgesellschaft, aus den Medien und der US-Regierung.

“Dieser Wettbewerb ist eine schöne Gelegenheit, um die Idee globaler Demokratie einem breiteren Publikum vorzustellen. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn der Clip über das Weltreferendum zu den Siegern gehört. Das Anliegen globaler Demokratie würde dann in Washington D.C. thematisiert werden”, sagte Andreas Bummel, Vorsitzender des Komitees für eine demokratische UNO.

Vor kurzem hatte sich das Komitee der “Brüsseler Erklärung für Globale Demokratie” angeschlossen, die folgenden Satz enthält: “Wir schlagen vor, dass die Mechanismen und Voraussetzungen untersucht werden, die es möglich machen, ein globales Referendum über die Frage durchzuführen, ob die Menschen dieser Welt die Etablierung eines globalen demokratischen Systems wünschen”.