65 Jahre UN-Charta: Für eine neue Weltordnungskonferenz
25. Juni 2010
In einem Gastbeitrag anlässlich des G20-Gipfels in Toronto und des 65. Jahrestages der Unterzeichnung der UN-Charta am 26. Juni 1945 in San Francisco plädieren Komitee-Vorsitzender Andreas Bummel und der Bundestagsabgeordnete Hermann Ott in der Online-Ausgabe der ZEIT für die Einberufung einer Weltordnungskonferenz, bei der die UNO und das System der internationalen Organisationen auf den Prüfstand gestellt werden solle. Dies könne nach Artikel 109 der UN-Charta geschehen.

Charta-Konferenz der Vereinten Nationen in San Francisco, Juni 1945 (UN-Foto)
Die in den 1990er Jahren optimistisch ausgerufene “Weltinnenpolitik” stecke in einer “tiefen Krise”. Nach Ansicht der beiden Mitglieder des Komitees für eine demokratische UNO müssen die globalen Entscheidungsstrukturen renoviert und den demographischen Realitäten in der Welt angenähert werden. Ein Mittel, um dies zu erreichen, sei die Einrichtung eines Weltparlaments. “Eine revitalisierte und demokratisierte Uno könnte tatsächlich zu einem Mittelpunkt gemacht werden, in dem die Weltgemeinschaft ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ziele definiert und aufeinander abstimmt”, so die Autoren mit Blick auf “schwerwiegende Koordinationsprobleme” im gegenwärtigen System der internationalen Organisationen.