Gedenkfeier zu Srebrenica: Forderung nach UN-Eingreiftruppe und Weltparlament

Juli 12th, 2010

Mit einer Gedenkfeier auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin erinnerte die Gesellschaft für bedrohte Völker GfbV und das Zentrum für Politische Schönheit am 11. Juli 2010 an die Ermordung von 8.372 bosnischen Männern und Knaben durch serbische Truppen vor fünfzehn Jahren in Srebrenica.

Die Opfer wurden durch einen Berg von 16.744 Schuhen symbolisiert, der auf dem Platz aufgeschüttet wurde. Bei der Gedenkfeier wurde an das Versagen Europas und der internationalen Gemeinschaft erinnert, die den Völkermord nicht verhindert hatte.

16.744 Schuhe vor dem Brandenburger Tor in Berlin erinnerten an die Opfer des Massakers (Foto: KDUN)

Auf Einladung der Veranstalter sprach bei der Gedenkfeier unter anderem auch Andreas Bummel, der Vorsitzende des Komitees für eine demokratische UNO. Um Völkermord konsequent verhindern zu können, müsse die UN „stärker, unabhängiger und demokratischer“ werden. Bummel sprach sich für die Einrichtung einer ständigen Eingreiftruppe der Vereinten Nationen und für die Gründung eines Weltparlaments aus.

Auf vielfachen Wunsch dokumentieren wir hier die Rede im Wortlaut:

_____

Verehrte Angehörige, Exzellenzen, meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Menschen, derer wir heute gedenken, sind Opfer von unvorstellbaren Verbrechen geworden – von Verbrechen, die hätten verhindert werden können – und die hätten verhindert werden müssen. Sie sind Opfer eines Verbrechens geworden, das viele in Europa nicht mehr für möglich gehalten hätten.

Die Hauptlast der Schuld liegt bei den Tätern. Diejenigen, die das Massaker geplant und durchgeführt haben. Diejenigen, die Beihilfe geleistet haben. Schuld liegt bei den Menschen, die den Verbrechern später Unterschlupf gewährt haben – und immer noch gewähren.

Es ist aber genauso wahr, dass die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft Schuld auf sich geladen haben.

Die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft haben Schuld auf sich geladen

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat mit der sogenannten Schutzzone die Illusion geschaffen, dass die Zivilbevölkerung geschützt werden soll und kann.

Aber der Sicherheitsrat und die internationale Gemeinschaft hat unter der Fahne der Vereinten Nationen eine schwache und kleine Mission ins Land geschickt.
Eine Mission, die, so gut es geht, Neutralität wahren sollte. Es war eine zahlenmäßig und militärisch weit unterlegene Truppe. Eine Truppe, die nicht dazu in der Lage war, Partei für die Opfer zu ergreifen. Eine Truppe, die statt für Schutz zu sorgen, selbst als Geisel genommen wurde.

Noch dazu wurden schwere Fehler begangen.

Nach dem Beginn des Angriffs auf Srebrenica am 6. Juli hat sich der niederländische UN-Kommandeur geweigert, den Verteidigern der Stadt ihre Waffen zurückzugeben, die in der Zeit vorher beschlagnahmt wurden.
Laut einem Bericht der UN selber hat Dutchbat keinen einzigen Schuss auf die vorrückenden serbischen Truppen abgefeuert.

NATO-Luftangriffe, die zur Abwehr des serbischen Angriffs von UNPROFOR vor Ort bis zum 8. Juli wiederholt angefordert wurden, wurden von vorgesetzten Kommandostellen in Sarajevo wiederholt abgelehnt, angeblich um die Lage nicht zu eskalieren. Einzig am 11. Juli warfen NATO-Flugzeuge zwei Bomben auf serbische Ziele ab, obwohl massive Luftunterstützung nötig gewesen wäre.

Die UNO darf nicht zu einem Sündenbock gemacht werden, der von den Verfehlungen der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates ablenkt

Trotz dieser und vieler anderer Fehlentscheidungen dürfen wir es aber nicht erlauben, dass die UNO zu einem Sündenbock gemacht wird, der von den Verfehlungen, Untätigkeiten und der Mitverantwortung ihrer eigenen Mitgliedsländer ablenkt, allen voran den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates.

Das UN-Generalsekretariat hatte dem Sicherheitsrat wiederholt dargelegt, dass eine Truppe von 34.000 Mann nötig sein würde, um Angriffe auf die Schutzzonen abwehren zu können. Der Sicherheitsrat authorisierte nur 7.600 Mann. Es dauerte ein Jahr, bis die Zahl erreicht wurde.

Zum Zeitpunkt des Angriffs auf Srebrenica waren nur rund 300 leicht bewaffnete UN-Infanteristen vor Ort.

Wie schon beim Völkermord in Ruanda 1994, bei dem in vier Monaten über 700.000 Menschen massakriert wurden, entschied sich die internationale Gemeinschaft dazu, eine Mission unter dem Dach der UNO nicht mit der Kraft auszustatten, die erforderlich gewesen wäre, um die Menschen vor Ort tatsächlich schützen zu können.

Innerhalb der letzten zehn Jahre wurde das Konzept der Schutzverantwortung der Staaten entwickelt. Völkermord und schwere systematische Menschenrechtsverbrechen müssen demnach von der Weltgemeinschaft unterbunden werden. Der Sicherheitsrat fordert inzwischen auch ausdrücklich ein, dass bei UN-Einsätzen die Zivilbevölkerung geschützt werden muss.

Die meisten Regierungen und erst recht die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates wollen eine Machtverschiebung zugunsten der Vereinten Nationen trotz aller Lippenbekenntnisse nicht zulassen. Die UNO ist weiterhin kastriert. Sie hat keine eigenen Truppen. Sie ist hilflos auf die Mitwirkung der einzelnen Mitgliedsländer angewiesen.

Nach der UN-Charta sollte die UN über eigene Streitkräfte verfügen. Aber diese Friedenskonzeption wurde nie verwirklicht

Dabei, meine Damen und Herren, sieht die UN-Charta in Kapitel VII sogar selbst vor, dass die UN über eigene Streitkräfte verfügen soll. Aber die ursprüngliche Friedenskonzeption der Vereinten Nationen, die eine starke UNO vorsah, wurde nie verwirklicht.

Das ist eine unentschuldbare Unterlassung der ständigen Mitglieder des sogenannten Sicherheitsrates.

Eine überwältigende Mehrheit aller Menschen sind angesichts von Völkermord fassungslos, empört und erschüttert. Im Gegensatz zu ihren Regierungen wollen die Menschen, dass die Vereinten Nationen eingreifen können.

Sie wollen, dass die UNO eigene Eingreiftruppen bekommt. Bei internationalen Umfragen in allen Weltregionen wurde diese Forderung im Schnitt von zwei Dritteln aller Befragten unterstützt.

Ein Weltparlament würde den Menschen, die Möglichkeit geben, ihre Stimme zu erheben. Ein Weltparlament könnte einfordern, dass gegen Völkermord eingeschritten wird.

Ein Weltparlament könnte einfordern, dass die UN eigene Truppen bekommt

Es könnte einfordern, dass die UN eigene Truppen bekommt und es könnte diese Truppen auch selbst direkt kontrollieren. Die Stimme eines Weltparlaments könnte von den Regierungen der Welt nicht einfach ignoriert und beiseite geschoben werden.
Wir brauchen ein Weltparlament, damit die Weltöffentlichkeit ein legitimes und mächtiges Sprachrohr hat.

Nach dem Scheitern des Völkerbundes und dem Versagen der Vereinten Nationen brauchen wir eine Weltorganisation der dritten Generation. Wir brauchen eine erneuerte UNO, eine UNO, die stärker, unabhängiger und demokratischer ist. Das ist eine der Konsequenzen, die aus dem schlimmen Versagen in Srebrenica gezogen werden muss.

Wir brauchen eine erneuerte UNO, die stärker unabhängiger und demokratischer ist

Meine sehr verehrten Damen und Herren, verehrte Exzellenzen, ich rufe die deutsche Bundesregierung und die heute hier vertretenen Regierungen dazu auf, sich für die Einrichtung eines Weltparlaments und für eine ständige Eingreiftruppe unter dem alleinigem Kommando und Verwaltung der Vereinten Nationen einzusetzen.

Vielen Dank.

65 Jahre UN-Charta: Für eine neue Weltordnungskonferenz

Juni 25th, 2010

In einem Gastbeitrag anlässlich des G20-Gipfels in Toronto und des 65. Jahrestages der Unterzeichnung der UN-Charta am 26. Juni 1945 in San Francisco plädieren Komitee-Vorsitzender Andreas Bummel und der Bundestagsabgeordnete Hermann Ott in der Online-Ausgabe der ZEIT für die Einberufung einer Weltordnungskonferenz, bei der die UNO und das System der internationalen Organisationen auf den Prüfstand gestellt werden solle. Dies könne nach Artikel 109 der UN-Charta geschehen.

Charta-Konferenz der Vereinten Nationen in San Francisco, Juni 1945 (UN-Foto)

Die in den 1990er Jahren optimistisch ausgerufene “Weltinnenpolitik” stecke in einer “tiefen Krise”. Nach Ansicht der beiden Mitglieder des Komitees für eine demokratische UNO müssen die globalen Entscheidungsstrukturen renoviert und den demographischen Realitäten in der Welt angenähert werden. Ein Mittel, um dies zu erreichen, sei die Einrichtung eines Weltparlaments. “Eine revitalisierte und demokratisierte Uno könnte tatsächlich zu einem Mittelpunkt gemacht werden, in dem die Weltgemeinschaft ihre politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ziele definiert und aufeinander abstimmt”, so die Autoren mit Blick auf “schwerwiegende Koordinationsprobleme” im gegenwärtigen System der internationalen Organisationen.

Beitrag auf ZEIT Online lesen

Videowettbewerb: Clip über globale Demokratie unter den Finalisten

Mai 26th, 2010

Am 15. Mai wurden die Finalisten des diesjährigen internationalen Videowettbewerbs “Democracy Video Challenge” verkündet. Kandidaten aus aller Welt waren aufgerufen, in einem höchstens dreiminütigen Videoclip zu erklären, was sie unter Demokratie verstehen. Wie die Washington Post berichtete, gab es Einsendungen von mehr als 1.600 Personen aus 111 Ländern. Unter den 18 Finalisten aus sechs Weltregionen, die von einer Jury ausgewählt wurden, befindet sich ein Clip von Joel Ben Marsden. Der Clip wirbt für die Idee eines Weltreferendums, bei dem alle Menschen eine gleichberechtigte Stimme haben.

Der Clip basiert auf einem 77-minütigen Dokumentarfilm, der im Juni 2009 in Madrid erstmals vorgestellt wurde. “Die radikale und einfache Idee hinter dem Film stellt die Frage, warum Demokratie nicht auch auf der globalen Ebene ausprobiert wird, wo sie sich doch in so vielen Ländern als Regierungssystem und für die Entwicklung im allgemeinen so erfolgreich bewährt hat”, so Marsden.

Der Videowettbewerb wird zum zweiten Mal vom US-Außenministerium veranstaltet. Zu den zehn Partnern gehören YouTube, NBC Universal, New York University und die Motion Picture Association of America.

Öffentlichkeit bestimmt die Gewinner

Die allgemeine Öffentlichkeit ist nun aufgerufen, unter den Finalisten die Gewinner auszusuchen. Bis zum 15. Juni 2010 kann online abgestimmt werden. Die sieben Gewinner mit den meisten Stimmen werden zu einem Besuch in Washington, D.C., New York und Hollywood eingeladen. Die Reise wird Galaaufführungen der prämierten Videos sowie diverse Zusammenkünfte umfassen, unter anderem mit Filmemachern, Vertretern der US-Film- und Fernsehindustrie sowie mit Demokratieexperten der Zivilgesellschaft, aus den Medien und der US-Regierung.

“Dieser Wettbewerb ist eine schöne Gelegenheit, um die Idee globaler Demokratie einem breiteren Publikum vorzustellen. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn der Clip über das Weltreferendum zu den Siegern gehört. Das Anliegen globaler Demokratie würde dann in Washington D.C. thematisiert werden”, sagte Andreas Bummel, Vorsitzender des Komitees für eine demokratische UNO.

Vor kurzem hatte sich das Komitee der “Brüsseler Erklärung für Globale Demokratie” angeschlossen, die folgenden Satz enthält: “Wir schlagen vor, dass die Mechanismen und Voraussetzungen untersucht werden, die es möglich machen, ein globales Referendum über die Frage durchzuführen, ob die Menschen dieser Welt die Etablierung eines globalen demokratischen Systems wünschen”.

Hermann Ott neuer KDUN Senior Associate

Mai 3rd, 2010

Dr. Hermann E. Ott, MdB

Der deutsche Bundestags- abgeordnete Dr. Hermann E. Ott von Bündnis90 / Die Grünen aus Wuppertal hat sich dem Komitee für eine demokratische UNO (KDUN) als Senior Associate angeschlossen. „Das Komitee setzt sich für eine grundlegende Reform und Stärkung der Vereinten Nationen ein. Seinen Fokus hat es dabei darauf gerichtet, dass eine zukünftige Weltorganisation möglichst demokratisch und bürgernah ist. Diese Bemühungen unterstütze ich aus vollem Herzen“, sagte Ott.

Dr. Hermann E. Ott, geboren 1961, hat in München, London und Berlin Jura und Politik studiert und zum Thema „Umweltregime im Völkerrecht“ promoviert. Seit 1994 war er beim Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie tätig, u.a. ab 1998 als (zunächst kommissarischer) Direktor der Abteilung Klimapolitik und ab 2004 als Leiter des Berliner Büros. Von 2001 bis 2007 war Hermann Ott Mitglied des Aufsichtsrates von Greenpeace Deutschland. Seit Oktober 2009 gehört er dem Deutschen Bundestag an und ist u.a. Mitglied des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Deutsche Website online

April 21st, 2010

Nachdem unsere Website bereits am 15. März auf englisch online gegangen ist, folgt heute die deutschsprachige Version. Die neue Website hat ein modernisiertes Design und macht die Inhalte besser zugänglich. Insbesondere die Präsentation unserer Publikationen wurde überarbeitet.

Im Zuge des Relaunch haben wir uns erst einmal entschlossen, viele ältere Nachrichten, Dokumente und Seiten auf dieser Website nicht neu zu archivieren. Berichte und Neuigkeiten aus der Kampagne für ein Parlament bei der UNO, die bis 2005 zurückreichen, können wie gehabt auf der Kampagnen-Seite gefunden werden.

Besucher, die aufgrund von älteren Einträgen in Suchmaschinen zu uns kommen, werden die gesuchten Informationen manchmal leider nicht mehr erhalten. Wir bitten dafür um Verständnis.

Die Zusammensetzung einer Parlamentarischen Versammlung bei der UNO

April 20th, 2010

Hintergrundpapier #3, dritte erweiterte Auflage, März 2010

von Andreas Bummel

Eine globale parlamentarische Versammlung hat das Potential, die geopolitische Struktur der Vereinten Nationen zu ändern. Die Zusammensetzung der Versammlung ist dabei von besonderer Bedeutung. Diese detaillierte Analyse stellt Prinzipien und Modelle zur Diskussion.

Verfügbare Ausgaben

Druckausgabe Online-Ausgabe
Englisch
60 S.
Broschiert, € 12.00
Bei Lulu.com bestellen
Bei Amazon.com bestellen
PDF
Download hier
Deutsch
62 S.
Broschiert, € 12.00
Bei Lulu.com bestellen
PDF
Download hier
Spanisch In Vorbereitung PDF
Download hier

Kommentare

Wenn eine Parlamentarische Versammlung bei der UN Wirklichkeit werden soll, müssen wir über allgemeine Debatten darüber hinauskommen, ob sie machbar oder wünschenswert ist. Wir müssen damit anfangen, uns konkret zu überlegen, wie sie gestaltet sein könnte. Das genau macht Andreas Bummel in dieser Untersuchung. Dieses durchdachte Hintergrundpapier stellt Optionen vor, wer die Mitglieder der Versammlung sein und wie ihre Auswahl funktionieren könnte. Es ist eine unschätzbare Ressource für alle, die sich mit der Demokratisierung des internationalen Systems befassen.

- Andrew Strauss, Distinguished Professor of Law, Widener University School of Law

Angesichts der wachsenden Bedeutung der UN in einer Reihe von Feldern wie der Menschenrechte, der Demokratie oder der Klimapolitik ist es jetzt an der Zeit, die Etablierung einer parlamentarischen Versammlung in Betracht zu ziehen, um eine demokratische Kontrolle dieser globalen Institution zu gewährleisten.

- Edward McMillan-Scott, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, zuständig für Menschenrechte und Demokratie

Für globale Demokratie

April 20th, 2010

Argumente für eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO

2. erweiterte Ausgabe, mit einer Einführung von Dr. Boutros Boutros-Ghali und einem Vorwort von Graham Watson, März 2010

von Piia-Noora Kauppi, Jo Leinen, Graham Watson und Gérard Onesta

In dieser Broschüre haben vier Mitglieder des Europäischen Parlaments aus unterschiedlichen parteipolitischen Richtungen Argumente für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen zusammengetragen. Sie erläutern die Notwendigkeit sowie die Rahmenbedingungen des Projekts. Die Essays sind zugleich ein Beitrag zur Debatte, wie effektive Global Governance erreicht werden kann.

Verfügbare Ausgaben

Druckausgabe Online-Ausgabe
Englisch
40 S.
Broschiert, €12.00
Bei Lulu.com bestellen
PDF
Download hier

Kommentare

Ohne eine Demokratisierung der Globalisierung um der voranschreitenden Begrenzung nationaler Demokratie zu begegnen, werden Nationalstaaten ihre Unabhängigkeit verlieren und die Bürger der Welt sich einem neuen Imperialismus ausgesetzt sehen. Die Schaffung einer Parlamentarischen Versammlung bei der UNO ist ein Weg, um globale Demokratisierung zu fördern. Ich und die Autoren dieser Broschüre arbeiten an diesem Ziel.

- Dr. Boutros Boutros-Ghali, ehemaliger UN-Generalsekretär

Ein Plädoyer für eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO

April 20th, 2010

Neuauflage, ergänzt um ein Vorwort von Andreas Bummel und ein Nachwort des Autors, März 2010

von Dieter Heinrich

Diese Broschüre, erstmals 1992 veröffentlicht, stellt die wichtigsten Argumente für die Etablierung einer Parlamentarischen Versammlung bei der UNO vor. Sie zeigt, wie die Versammlung realisiert werden kann und warum sie so bedeutend ist.

Veröffentlicht in Kooperation mit dem World Federalist Movement – Canada.

Verfügbare Ausgaben

Druckausgabe Online-Ausgabe
Englisch
52 S.
Broschiert, €12.00
Bei Lulu.com bestellen
Bei Amazon.com bestellen
PDF
Download hier
Deutsch In Vorbereitung In Vorbereitung

Kommentare

Die Globalisierung hat das Verhältnis zwischen dem Individuum und der Weltgemeinschaft transformiert. Praktische Schritte zur Demokratisierung der Weltordnungspolitik sind notwendig geworden. Eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

— Dr. Lloyd Axworthy, Präsident und Vizekanzler der Universität von Winnipeg und ehemaliger Außenminister Kanadas

Diese hervorragend geschriebene Publikation hatte beträchtlichen Einfluss, als sie erstmals veröffentlicht wurde. Ich bin sicher, dass diese Neuauflage einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Bewegung für die Etablierung eines UN-Parlaments leisten wird.

— Allan Blakeney, ehemaliger Premierminister der Provinz Saskatchewan in Kanada

Kanadische Abgeordnete aus allen Parteien haben das Ziel einer Parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen kontinuierlich unterstützt. Diese prägnante Publikation sagt uns warum und wie es funktionieren könnte.”

— John Bosley, ehemaliger Sprecher des House of Commons, Canada

Diese Broschüre von Dieter Heinrich ist ein Klassiker, der nichts an Aktualität und Überzeugungskraft eingebüßt hat. Sie sei jedem sehr empfohlen, dem die Zukunft der Menschheit ein Anliegen ist. Wer sich für globale Demokratie und eine reformierte Weltordnung einsetzt, sollte sie unbedingt gelesen haben.

— Andreas Bummel, Vorsitzender, Komitee für eine demokratische UNO

Internationale Demokratie entwickeln

März 8th, 2010

Für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen

Strategiepapier #1, zweite erweiterte Auflage, Februar 2010

von Andreas Bummel

Das Komitee für eine demokratische UNO wurde gegründet, um die
Entwicklung internationaler Demokratie zu fördern. Als einen wichtigen
Meilenstein sieht das Komitee die Gründung eines Parlaments bei
den Vereinten Nationen an. In diesem Strategiepapier wird der Vorschlag
detailliert vorgestellt. Dieser zweiten Auflage wurde im Anhang eine
umfassende Dokumentation hinzugefügt.

Verfügbare Ausgaben

Printausgabe Online-Ausgabe
Englisch
72 S.
Broschiert, €12.00
Bei Lulu.com bestellen
Bei Amazon.com bestellen
PDF
Download hier
Deutsch
77 S.
Broschiert, € 12.00
Bei Lulu.com bestellen
Bei Amazon.com bestellen
PDF
Download hier
Französisch
77 S.
In Vorbereitung PDF
Download hier
Spanish
77 S.
In Vorbereitung PDF
Download hier

Kommentare

Dieses Strategiepapier beschreibt in einer außergewöhnlich greifbaren und realistischen Weise, wie der Weg zu internationaler Demokratie aussehen könnte.

— Jo Leinen, Mitglied des Europäischen Parlaments und Ko-Vorsitzender des parlamentarischen Beirats der Kampagne für ein Parlament bei den Vereinten Nationen

Dieses Papier ist einer der wichtigsten und umfassendsten Beiträge zu
diesem entscheidenden Projekt in den letzten zwanzig Jahren.

— William R. Pace, Exekutivdirektor des World Federalist Movement-Institute for Global Policy

Der Weltföderalismus in der katholischen Soziallehre

März 8th, 2010

Hintergrundpapier #2, August 2009

von Andreas Bummel und Dr. Maja Brauer

Im Juli 2009 hat Papst Benedikt XVI. die Sozialenzyklika “Caritas in veritate” veröffentlicht. Das Dokument geht unter anderem auf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ein und fordert die Schaffung einer “echten politischen Weltautorität”. Dieses Hintergrundpapier nimmt dies zum Anlass, das Weltordnungsmodell der katholischen Soziallehre zu untersuchen. Es wird insbesondere die Folgerung gezogen, dass die Einrichtung eines Weltparlaments eine logische Konsequenz aus der katholischen Soziallehre wäre.

Verfügbare Ausgaben

Online-Ausgabe
Englisch
8 S.
PDF
Download hier
Deutsch
8 S.
PDF
Download hier
Spanisch
8 S.
PDF
Download hier